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Elektromobilität und Ladeinfrastruktur

Kolumne 4/5 von Patrick Setzer zum Thema ACES: Batterien und Ladesäulen - Deutschland ist Entwicklungsland.


Original Artikel veröffentlicht im manager magazin

Die Antwort der deutschen Autobauer auf den neuen elektrischen und digitalen Wettbewerb war der Austausch von Verbrennungsmotor und Getriebe durch Elektromotor und Batterie. Natürlich kommt dem "E" in den vier ACES-Herausforderungen Autonomes Fahren (A), Connected Car (C), Elektromobilität (E) und Sharing (S) bei Autoherstellern besondere Bedeutung zu. Schließlich gehört die Herstellung des Antriebs zu den Kernkompetenzen eines Automobilherstellers. Doch das Verbleiben in der Komfortzone hat noch nie vor Wettbewerb geschützt. Und der kommt gerade frontal auf die Hersteller zu: durch Apps für das kurzfristige Mieten von Autos, On-demand-Fahrten mit Firmen wie Uber, autonom fahrende Taxiflotten oder flexible Leasingangebote. Wer glaubt, es reiche aus, Milliarden Euro in den Austausch des Verbrenners durch den Elektromotor zu investieren, um gegen diese Form von Wettbewerb gewappnet zu sein, springt zu kurz.


Patrick Setzer ist Gründer der digital entry GmbH, die Unternehmen bei Planung, Aufbau und Kauf von innovativen Start-ups unterstützt. Er ist seit 20 Jahren im digitalen Sektor tätig, hat als Unternehmer selbst zwei Technologiefirmen gegründet, in Start-ups investiert und war in verschiedenen Dax- und TecDax- Unternehmen als Manager von Wachstumsfeldern tätig. Zuletzt leitete er zwei Mobilitätsdienstleistungsbereiche bei BMW.

Wenn es den amerikanischen und chinesischen Elektroauto-Start-ups wie Tesla oder BYD gelingt, ihren derzeitigen Wettbewerbsvorsprung zu halten, werden die etablierten Autobauer nur noch im achten Gang eine Chance haben, sie zu überholen. Dumm nur, dass Elektroautos kein Getriebe haben. Auch als "Fast follower" muss man die Rückleuchten wenigstens noch sehen können. Zwar haben inzwischen alle deutschen Hersteller einen Plan für die Elektrozukunft vorgelegt, doch wer weiß schon, ob 2021, wenn die neueste E-Modell-Generation auf den Markt kommt, wirklich ein Erfolgsjahr für die deutschen Hersteller wird. Die Version 1.0 ist meist nicht der erfolgreiche Durchstarter, sondern es braucht die Iterationen 2.0, 3.0 und weitere Versionen, um ein marktgerechtes Produkt zu platzieren.

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Patrick Setzer ist Gründer der digital entry GmbH und Mitglied der MeinungsMacher des manager-magazins. Trotzdem gibt diese Kolumne nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion des manager magazins wieder.